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Märchen mit Herz

Schon in meiner Kindheit habe ich Märchen geliebt. Wie hat es Wolfgang Goethe einmal ausgedrückt:

„Märchen: das uns unmögliche Begebenheiten unter möglichen oder unmöglichen Bedingungen als möglich darstellt.“ Genauso ist es! Man kann als Kinder Parallelen ziehen und als Erwachsener noch viel mehr.

Märchen schaffen Brücken ins reale Leben.

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Meine Tochter bekam als erstes Märchenbuch den „Struwwelpeter“ geschenkt. Ich kann mich auch sehr gut aus meiner Kindheit daran erinnern, doch als ich das Buch das erste Mal seit Jahren wieder in den Händen hatte, bin ich ganz erschrocken wie „blutig“ und „grauenhaft“ es eigentlich ist. Aber das hat mir meine Kindheit nicht überliefert! Nur dass, es Konsequenzen für verschiedene Dinge gibt.

Ich habe das Buch schnell weggepackt und NICHT vorgelesen. Irgendwann hat es meine Tochter aus dem Schrank gezogen und fand es überhaupt nicht so „grausam“ wie ich.

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Mut und Entschlossenheit für Wünsche zu kämpfen und nicht aufzugeben, egal wie unmöglich es erscheint.

Märchen beschreiben oft sehr schön, wie man aus manchen Dingen, doch noch etwas Schönes entstehen lassen kann. So wie auch in diesem Märchen vom „standhaften Zinnsoldat und der Ballerina“. Nur ein Bein aber sooo große Träume. Kurz bevor uns das Sample in der Gruppe gezeigt wurde habe ich das Märchen mit meinen Kindern aus einem alten Märchenbuch gelesen. Meine Große ist ein Bücherwurm und genießt es selbst sehr in Büchern zu blättern, Geschichten „selbst zu lesen bzw. zu erfinden“ – obwohl sie überhaupt nicht lesen kann oder den Geschichten gespannt zu lauschen.

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Der tapfere Zinnsoldat verliebte sich in die kleine Ballerina, die ihr Bein so hoch in die Lüfte streckte, dass es aussah, als hätte sie nur eines – genau wie er… Ein zauberhaftes Märchen über Liebe, Mut und die Fähigkeit, über sich selbst hinauszuwachsen. Ich kannte das Märchen ehrlich gesagt nocht nicht, fand es jedoch zauberhaft. Da ich heute viele Bilder für Euch habe, gibt es einen kleinen Auszug für Euch (Danke liebe Myrielle <3). Wer das Märchen kennt und nicht alles lesen möchte, kann gerne die nächsten paar Absätze einfach überspringen.

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Es war einmal ein Zinnsoldat. Es war einer von fünfundzwanzig, die alle aus einem zinnernen Löffel gegossen wurden und alle einander glichen. Nur dieser eine Zinnsoldat war anders, denn er war zuletzt gegossen worden und es war nicht mehr genug Zinn da. Deshalb hatte er nur ein Bein.01a
Auf dem Tische, auf dem die Zinnsoldaten standen, gab es noch allerlei anderes Spielzeug und am auffälligsten war ein hübsches Schloss aus Papier. Es gehörte zu einer wunderschönen Tänzerin, die unserem Zinnsoldaten bald auffiel. Sie war fein und niedlich und trug einen glänzenden Stern. Sie streckte ihre Arme aus und hob ein Bein so hoch empor, dass der Zinnsoldat glaubte, sie habe nur eines, so wie er. „Das wäre eine Frau für mich!“, dachte er und betrachtete sie den ganzen Tag. Nachts wurde das Spielzeug lebendig. Alle tanzten und spielten und summten. Der Kobold sprang aus seiner Dose und fuhr den Zinnsoldaten an: „Zinnsoldat! Halte deine Augen im Zaum!“ Der Zinnsoldat tat, als habe er ihn nicht gehört.

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Am nächsten Morgen – der Zinnsoldat stand gerade auf der Fensterbank – kam ein Zugwind (oder war es doch der Kobold?) und der Zinnsoldat fiel tief aus dem Fenster. Der Knabe und das Dienstmädchen gingen ihn suchen, doch fanden sie ihn nicht. Dafür kamen alsbald zwei Straßenjungen, die setzten den Zinnsoldat in ein Papierschiffchen und ließen ihn den Rinnstein hinunterfahren. Die Wellen schlugen hoch, doch der Zinnsoldat blieb standhaft. Er trieb in seinem Boot unter eine dunkle Brücke und wünschte sich: „Wäre doch die Tänzerin hier bei mir, dann wär‘ auch die schwarze Dunkelheit nicht schrecklich!“ Da kam plötzlich eine große Wasserratte daher, die wollte Zoll von ihm und einen Pass und fletschte die Zähne! Doch das Boot fuhr zu schnell, sie konnt‘ ihn nicht mehr erwischen.

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Dann fuhr das Schiffchen auf den Kanal zu, der Zinnsoldat fühlte sein letztes Stündchen geschlagen, aber er war weiter standhaft und dachte an die kleine Tänzerin. Das Papier wurde weich und riss entzwei und der Zinnsoldat sank in die Fluten! Da kam ein großer Fisch und verschluckte den tapferen Zinnsoldaten. Sehr dunkel war es im Fisch, doch der Zinnsoldat blieb standhaft. Der Fisch begann zu zappeln und sich in alle Richtungen zu winden und wurde dann ganz still.

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Plötzlich war ein helles Licht da und eine Stimme rief „Der Zinnsoldat!“ Und er war in der Stube, in der er früher gewesen war und alles andere Spielzeug stand auf dem Tisch und auch die kleine Tänzerin war dort, standhaft wie er und es rührte ihn. Er sah sie an und sie sah ihn an, aber sie sprachen nichts. Da nahm einer der kleinen Knaben den Zinnsoldaten und warf ihn grundlos in den Ofen.

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Der Zinnsoldat fühlte die schreckliche Hitze, war es das Feuer oder war es die Liebe? Und er blickte die kleine Tänzerin an und fühlte, dass er schmelze. Da öffnete sich eine Türe und es kam ein Windzug und die Tänzerin flog geradewegs in den Ofen und verbrannte. Da schmolz der Zinnsoldat zu einem Klumpen. Am nächsten Morgen fand die Haushälterin im Ofen ein kleines Herz aus Zinn und daneben der Tänzerin verkohlter Stern.

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Die wunderschöne Geschichte vom tapferen Zinnsoldaten auf seiner abenteuerlichen Reise kann jetzt auf liebevoll designten Stoffen von Rapelli Design wieder neu entdeckt werden! Die Kollektion „Der tapfere Zinnsoldat“ mit vier tollen Jerseys in grau, rosa und türkis gibt es ab morgen Nachmittag bei Stoff & Liebe im Aktions-Shop.

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Der Stoff ist wirklich zauberhaft, so stilvoll in wunderschönen Farbtönen die absolut zu diesem romantischen Märchen passen. Jetzt zur Weihnachtszeit gehören Märchen einfach dazu, oder? Wie ist das bei Euch? Die DVD zum Märchen „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ haben wir griffbereit genauso wie „Ronja Räubertochter“ – wobei wir mit diesem Märchen noch etwas warten werden wegen den bösen „Graugnomen“. 🙂

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Vernäht habe ich den türkisen Ballerina Stoff in einer Beinschmeichler Leggins von rosarosa. Die ganz puristisch mit einem Tüllrock kombiniert wurde. Die Große hat sich eigentlich ein Ballerina Outfit gewünscht… aber zweitens kommt es anders als man denkt und daher ist es eine Marie von FeeFee geworden. Jetzt ist sie warm eingepackt und kann auch wie wild in ihrem rosa Ballerina Stoff tanzen. Das Ballerina Outfit folgt aber garantiert.

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Das Märchen hat mich persönlich tief berührt. Egal ob uns etwas fehlt, wir ein Handicap haben oder sonst etwas. Es ist wichtig den Mut und die Liebe nicht zu verlieren, egal wie aussichtslos es manchmal erscheint. <3

Habt Ihr Tipps für tolle Märchen oder Bücher zum Vorlesen? Ich würde mich sehr darüber freuen! <3 Ich bin gespannt ob ihr genauso begeistert seid von diesem Stoffdesign wie wir!

unterschrift

Stoff:
Ballerina rosa & türkis Stoff & Liebe

Schnittmuster:
Kleid Marie  – FeeFee
Beinschmeichler Leggins – rosarosa

:.: Beitrag enthält Werbung :.:

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wiesu denn blus? Wieso tut sie blus su? – Ronja Räubertochter habe ich als Kind geliebt! Ich muss glatt mal schauen, ob das Buch bei meinen Eltern noch steht. Ich habe es nämlich leider nicht hier, wie ich gerade feststellen musste.

    Wir haben mal eine ganze Kiste mit alten Bilder- und Kinderbüchern geschenkt bekommen. Zum Teil aus der DDR, zum Teil so alt, dass sie nichtmal eine ISBN besaßen. Mit dabei waren unter anderem der „Zinnsoldat“ und „Das kalte Herz“ von Hauff. Für heutige Sehgewohnheiten völlig ungewöhnlich illustriert, aber ich habe früher beides gerne gelesen.

    Auch heute bin ich jederzeit gerne bereit schöne Bilderbücher zu kaufen und genieße die Lese- und Anschaulust der kleinen Großen sehr.

    Im Bücherschrank keiner Nähmama sollte „Emma im Knopfland“ fehlen. Wenn nicht für jetzt, dann für später, so in ein bis zwei Jahren zum Vorlesen. Eine wunderbar phantasievolle Geschichte mit herrlichen Illustrationen von Silke Leffler <3

    Liebe Grüße, Sandra

    Antworten

    • pfui pfui…. 🙂 Liebe Sandra danke Dir für den Buchtipp das werde ich mir gleich mal vermerken!:) Glg Cindy

      Antworten

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